Unternehmensethik:

Von ethischer Verantwortung und Green­washing

Oder: Wie wir alle die Welt verändern können.

Hallo und auch von mir ein herzliches Willkommen beim Vegan Brunch hier in Saarbrücken. Ich freue mich sehr über die erneute Einladung und dass es nun auch wirklich mal geklappt hat.

Als ich das erste Mal zum Thema “Unternehmensethik” eingeladen wurde, sagte ich ab, weil ich der Meinung war, dass das Thema zu trocken ist. Schließlich werden die wenigsten gerade vor der Entscheidung stehen, ob sie sich selbständig machen. Dieses Mal habe ich zugesagt. Aber keine Angst: dies hier wird kein Fortbildungsseminar der Agentur für Arbeit. Ich habe das Thema erweitert. Es wird darum gehen, was wir alle – ob nun in Arbeit, arbeitssuchend oder selbständig – tun können, um diese Welt zu einem besseren Ort zu verwandeln.

Vielleicht erst ein paar Worte zu mir: Mein Name ist Andreas Bender, ich bin 38 Jahre alt und komme aus Offenbach am Main. Ich arbeite in der Werbung und betreibe seit 15 Jahren eine eigene Werbeagentur und Druckerei.

Im Rahmen eines Vegan-Brunchs sicher auch nicht ganz uninteressant: Ich wurde 1994 Vegetarier und ein Jahr darauf Veganer – bin nun also seit gut zwei Jahrzehnten „dabei“. Ich begreife die vegane Lebensweise aber nicht nur als Ernährungsform, sondern als umfassende Lebensphilosophie, deren Kern der Gerechtigkeitssinn bildet. Ich bin daher auch nicht nur im Bereich der Tierrechte aktiv, sondern engagiere mich ebenso für Menschenrechte und den Naturschutz, denn irgendwie greift ja auch alles ineinander.

Alles hängt zusammen
Auch wir Menschen sind Tiere. Säugetiere. Wie rechtfertigen wir den Umgang mit den nicht-menschlichen Tieren, die 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr von uns ausgebeutet, gequält und getötet werden? Wie rechtfertigen wir den Umgang mit der Natur, die wir vergiften und auf vielfältige andere Weisen zerstören?

Wir alle sind ein Teil dieses Ökosystems und auf einen respektvollen Umgang miteinander angewiesen. Und noch viel wichtiger: Selbst, wenn wir nicht aufeinander angewiesen wären, gebietet es unsere Ethik, dass wir andere Lebewesen respektvoll behandeln. Das haben wir gelernt, als es um die Rechte der Frauen ging, das haben wir gelernt, als es um Menschen mit anderer Hautfarbe ging. Immer hieß es, sie seien dümmer, sie seien nicht wie wir. Oder es wurden wirtschaftliche Gründe angeführt, die eine Gleichstellung unmöglich machen würden. Und doch war es möglich.

Auch beim heutigen Thema, welches vielleicht am besten mit dem Titel „Unter­nehmens­ethik“ überschrieben werden könnte, ist es so, dass viele Themen ineinandergreifen, die gleiche Wurzel haben: Egoismus. Auch der Kapitalismus, dessen schrecklichste Fratze wir immer öfter sehen müssen, basiert auf dieser Eigenschaft.

Der “Name der Nachhaltigkeit”
Immer mehr Unternehmen schreiben sich den Umweltschutz auf die Fahne und sprechen von Nachhaltigkeit. Ich mag den Begriff „Nachhaltigkeit“ aber nicht, weil er sehr oft nur mit Umweltschutz assoziiert wird. Aber wirkliche Nachhaltigkeit geht viel weiter. Manche Unternehmen sprechen auch von der Corporate Social Responsibility, also der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen als Teil des nachhaltigen Wirtschaftens. Dieser Begriff ist weltweit etabliert, wird aber sehr unterschiedlich definiert und teilweise auch irreführend ausgelegt.

Die Corporate Social Responsibility betrifft das Kerngeschäft, das durch die Globalisierung ökonomische, ökologische und soziale Zustände weltweit beeinflusst. Das heißt: nachhaltiger wirtschaften.

Viele Unternehmen verwechseln das aber mit Corporate Citizenship. Das ist eine zusätzliche Aktivität abseits des Kerngeschäfts. (Spenden, Sponsoring etc.). Das ist natürlich auch eine gute Sache, wenn die C-Jugend vom AKW-Betreiber die Fußballtrikots gesponsert bekommt. Aber viel toller wäre es, wenn er die Kinder nicht verstrahlen würde.

Es geht nicht nur darum, was mit den erwirtschafteten Geldern geschieht, sondern vor allem auch darum, wie sie überhaupt erst erwirtschaftet werden. Um Missverständnissen vorzubeugen sprechen immer mehr Unternehmen nur noch von der Corporate Responsibility (CR), also der Verantwortung für die Folgen der unternehmerischen Aktivitäten. Das Unternehmen soll zeigen, dass sich ethische Standards (soziale wie auch ökologische) und wirtschaftliche Erfolge nicht ausschließen müssen.

Natürlich ist auch bei Unternehmen, die von einer Corporate Responsibility sprechen, nicht unbedingt immer alles so, wie es scheint. Aber: Kann denn generell so etwas überhaupt funktionieren? Sind nicht Firmen per se im kapitalistischen System gefangen?

Dazu sage ich ganz klar: JEIN!

Den Kapitalismus jetzt bis ins kleinste Detail zu untersuchen und zu erklären mit Arbeitsverhältnissen, dem Wert von Arbeit, Wachstumszwang, Zinsen, Banken, Aktienkursen, Spekulationen usw., würde ganz klar den Rahmen dieses Vortrages sprengen. Klar ist aber, wohin all das geführt hat: Zu einer Abhängigkeit vom kapitalistischen System. Wir sind alle darin gefangen. Wir arbeiten, zahlen Steuern, kaufen ein. Das geht insbesondere auch den Unternehmen so. Insofern: Ja, Firmen sind im kapitalistischen System ge­fangen.

Auf der anderen Seite können wir innerhalb dieses Systems viel mehr Weichen stellen, als viele von uns denken. Sowohl als Unternehmen als auch als Privatperson. Und darum soll es heute gehen.

Sehen wir uns vielleicht erst einmal die aktuelle Lage an: Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst mit jedem Jahr.

Laut einer aktuellen Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) verdienten 1985 die reichsten 10 Prozent der deutschen Bevölkerung fünfmal so viel wie die ärmsten 10 Prozent. Heute verdienen die reichsten 10 Prozent sogar siebenmal so viel.

1 Prozent der Deutschen besitzen 32 Prozent des gesamten Vermögens. Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt gerade einmal 1 Prozent des Vermögens. Noch einmal: 50 Prozent besitzen 1 Prozent. 1998 besaßen besaßen sie zumindest noch 4 Prozent.

Dass das ein Problem darstellt, merkt sogar die OECD, deren Ziel es ja ist, die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu fördern. Wer wenig Geld hat, kann auch wenig konsumieren. Und das Ziel des Kapitalismus ist der Konsum. Ich würde also die OECD jetzt nicht auf die Seite der Guten stellen wollen. Der OECD geht es weniger um das Wohlergehen der Menschen, als vielmehr darum, den Kapitalismus davor zu bewahren, sich selbst gegen die Wand zu fahren.

Aber nichts desto trotz zeigt diese Studie wunderbar, wohin die Reise seit vielen Jahren geht. Die Armen werden ärmer, damit die Reichen reicher werden können. Einige von Ihnen werden es sicher schon am eigenen Leib erfahren haben: Wo gibt es noch unbefristete Arbeitsverträge? Und überhaupt: Lohnkosten sind böse Kosten. Das heißt: eine Nullrunde jagt die nächste.

Ja, es gibt tatsächlich gute und böse Kosten. Gute Kosten sind Kosten für Rohstoffe, Hilfsstoffe, Energie usw. Also alles, wofür das Unternehmen eine Rechnung erhält. Lohn und Lohnnebenkosten hingegen sind böse Kosten. Hat mit dem Finanzamt zu tun. Deshalb werden auch immer wieder Angestellte entlassen und die Arbeitskraft über günstige Werksverträge als Dienstleistung wieder „eingekauft“ – eben gegen Rechnung. Eine der beliebtesten Online­druckereien Deutschlands hat übrigens genau das getan (und nicht nur sie). Die ohnehin schon im 7-stelligen Bereich liegenden Gewinne erhöhten sich nach dieser Personalentscheidung um eine weitere Million Euro.

Es geht nur noch um Wachstum, es geht nur noch ums Geld. Wohin wir auch schauen.

In Entwicklungsländern führen westliche Pharmakonzerne Medi­kamen­ten­versuche an Menschen durch. Die Probanden wissen davon natür­lich nichts und bekommen dafür auch kein Geld.

In Katar werden derzeit unter unwürdigsten Bedigungen die Stadien für die Fußballweltmeisterschaft hochgezogen. Damit die Arbeiter nicht fliehen können, werden ihnen die Pässe weggenommen. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass bis zur Fertigstellung der Stadien 4.000 Arbeiter auf den Baustellen sterben werden.

Denken Sie an die Kinder und Erwachsenen in den Textilfabriken, die nach 14 bis 16 Stunden Arbeit in ihre Hütten aus notdürftig zusammengelehnten Blech- und Holzstücken zurückkehren. Sie verdienen kaum genug Geld, um sich zu ernähren, geschweige denn im Krankheitsfall einen Arzt bezahlen zu können.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Sie besser davon kommen, wenn Sie den Polizisten schlagen, als wenn sie sein Polizeiauto beschädigen. Kein Scherz! Bis zu 2 Jahre Haft, wenn sie den Polizisten angreifen. Aber bis zu 5 Jahre, wenn Sie sich am Streifenwagen abreagieren.

Menschen, Tiere und die Natur werden immer öfter nur noch als Ware oder Dienstleistung angesehen.

Die Rolle des Verbrauchers
Wenn wir uns das alles einmal vor Augen führen – und damit meine ich jetzt nicht, dass das, was ich hier aufgezählt habe alles ist; bei weitem nicht! Das ist nur ein kleiner Auszug! – dann verfallen wir gern in eine Schockstarre, in Ohnmachtsstimmung. Was soll ich kleiner Mensch denn da schon tun?

Auch ich kenne dieses Gefühl. Wir haben es mit Staaten und Konzernen zu tun. MIt den richtig Mächtigen also. Über 80 Prozent der Deutschen sind gegen Gentechnik. Unsere Regierung interessiert das nicht. Sie gibt dafür grünes Licht. Dabei wurde sie von uns eingesetzt und es ist verdammt nochmal ihre Aufgabe, in unserem Sinne zu regieren. Was tun, wenn die, die für uns arbeiten sollten, gegen uns arbeiten? Das nächste mal anders wählen? Ja, wen denn…? Selbst Joschka Fischer arbeitet jetzt für die Atom- und Kohleindustrie.

Ich gebe zu, bei Parteien gebe auch ich auf. Ich vertraue keiner Farbe mehr. Und wissen Sie, warum? Weil die Politik ohnehin von der Wirtschaft gelenkt wird. Das sehen wir bei der Gentechnik, das sehen wir bei der Wissenschaft, beim Gesundheitssystem, bei der Energiepolitik, ganz klar natürlich bei TTIP und auch in der Agrarpolitik. Kurz: überall.

Wir können also die Politik einfach mal links liegen lassen und uns gleich denen zuwenden, die tatsächlich alles lenken: der Wirtschaft. Wie heißt es so schön? Wer Geld hat, hat Macht. Daraus folgt aber auch: Wer kein Geld hat, hat keine Macht.

Gut: Wir haben kein Geld.
Aber nur, weil wir es denen gegeben haben, die jetzt reich und mächtig sind.

Dämmert‘s…?
WIR haben die Macht. Wir waren nur immer dumm genug, diese Macht an andere abzugeben. An die Wirtschaft.

Natürlich – ich habe es ja schon am Anfang gesagt: wir sind in gewisser Weise in diesem System gefangen. Auf null Konsum werden wir es nicht ohne Weiteres bringen. Aber wir können bewusster konsumieren. Das tun nur leider bislang die wenigsten Menschen.

Die Gesellschaft hat sich – in gewisser Weise zum Selbstschutz – angewöhnt, die Augen vor Unrecht zu verschließen. Nehmen wir aber unsere Scheu­klappen ab, dann haben wir die Möglichkeit, Probleme zu erkennen, zu benennen und an ihnen zu arbeiten.

Für die meisten Menschen ist der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern wahrscheinlich ganz normal. Sie haben schon immer Fleisch gegessen und hinterfragen das deshalb auch gar nicht. Und wenn sie an der Fleischtheke stehen, denken sie vielleicht, das Stück Fleisch kostet sie 2,99 Euro und macht sie für ein paar Stündchen satt.

Doch dem Kalb kostete es das Leben und bescherte ihm zuvor noch einige Monate lang Qualen. Steht das noch in einem gesunden Verhältnis zu­ein­an­der?

Machen wir alle unsere Augen auf! Hinterfragen wir das, was scheinbar normal ist!
Welche Folgen hat unser Handeln für Menschen, für Tiere, für die Natur – für uns selbst?
Ich bin auch kein Heiliger. Ich mache auch Fehler. Auch ich muss mein Denken und mein Handeln immer wieder hinterfragen und überprüfen. Und das wird auch bis zu meinem Tod so bleiben. Die Welt ist einfach zu kaputt und hält zu viele Baustellen für uns alle bereit. Aber das entbindet uns nicht von unserer Verantwortung, daran zu arbeiten.

Brauchen wir Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken? Nein! Warum also die Luft vergiften und uns der Gefahr einer weiteren Tschernobyl- oder Fukushima-Katastrophe aussetzen? Wechseln wir doch einfach zu Ökostrom! Jetzt gleich! Wir haben es in der Hand!

Brauchen wir Plastiktüten? Nein! Warum also immer wieder eine neue Plastiktüte im Supermarkt mitnehmen, die nach wenigen Einsätzen auf dem Müll landet und die Natur belastet? Auf unseren Meeren gibt es bereits gigantische Strudel aus Plastikmüll. Kaufen wir einmal eine Baumwolltasche und gut ist!

Brauchen wir Fleisch, Milch und Eier für eine gesunde Ernährung? Nein! Sehen Sie mich an: Ich lebe seit 21 Jahren ohne Fleisch, seit 20 Jahren ohne irgendwelche tierischen Produkte. Ich fühle mich prächtig! Warum also 58 Milliarden Tiere jedes Jahr auf‘s Neue dafür töten? Warum das Grundwasser vergiften und den Klimawandel ankurbeln? Warum den Hunger in der Welt damit befeuern?

Apropos Hunger:

Derzeit leben auf der Erde etwa 7,28 Milliarden Menschen.
Unsere Landwirtschaft könnte rund 15 Milliarden Menschen ernähren.
Dennoch sterben jedes Jahr 18 Millionen Menschen an Hunger. Das entspricht der Gesamtbevölkerung von Kasachstan.

Oder anders ausgedrückt: Von den 70 Millionen Menschen, die jedes Jahr sterben, verhungert jeder vierte. Und das, obwohl wir 15 Milliarden Menschen ernähren könnten.

Warum ist das so?
Wir Veganerinnen und Veganer führen gerne an, dass der Konsum von Fleisch, Milch und anderen tierlichen Produkten auf einer unglaublichen Verschwendung von pflanzlichen Nahrungsmitteln basiert. Das ist auch richtig, denn um Milch, Eier oder Fleisch zu erzeugen, muss zuvor ein Vielfaches an Kalorien an die Tiere verfüttert werden. Ohne den Umweg über das Tier würden also viel mehr Kalorien für uns zur Verfügung stehen.

Allerdings ist das nicht alles. Auch ohne die vegane Ernährung könnten zumindest die heutigen 7,28 Milliarden Menschen ernährt werden. Würde beim derzeitigen Bevölkerungswachstum nicht mehr besonders lange reichen, aber immerhin. Doch die Nahrungsmittel sind auch ungerecht verteilt. Hier in Europa herrscht eine Überproduktion sondergleichen. Etwa 50 Prozent der Nahrungsmittel werden weggeworfen, noch bevor sie beim Verbraucher ankommen – also seitens der Bauern, Hersteller und des Handels. Und auch die Verbraucher werfen noch viel weg. Und doch sind die Regale in den Supermärkten immer gerammelt voll. Trotz dieser Verschwendung. In den Entwicklungsländern hingegen herrscht großer Hunger.

Einfach hinterfragen. Welche Folgen hat mein Konsum, mein ganzes Handeln. Wem nützt es, wem schadet es. Umweltverbände sprechen gern vom ökologischen Fußabdruck – ich nenne es jetzt mal den ethischen Fußabdruck, denn es geht ja nicht nur um CO2-Emissionen. Also: Wie kann ich meinen persönlichen ethischen Fußabdruck verringern?

Diese Frage sollte sich nicht nur jede Privatperson stellen, sondern auch jedes Unternehmen. Manche tun das auch und geben sich aufrichtig Mühe, ihren ökologischen oder gar ethischen Fußabdruck zu verringern. Andere hingegen betreiben so genanntes Green- oder Whitewashing.

Unter dem Begriff Greenwashing werden alle werberelevanten Maßnahmen zusammengefasst, die den Verbrauchern suggerieren, dass bei der täglichen Arbeit eine ökologische Philosophie berücksichtigt wird.

Beispiele dafür gibt es zuhauf. Besonders dreist war sicherlich RWE mit seinem Energieriesen-Werbespot. Kennen Sie den noch? Ist noch gar nicht so lange her.

„Er ist 112 Jahre alt – genau wie RWE. Er ist groß, stark, freundlich, gut 60 Meter hoch, wiegt knapp 300 Tonnen und heißt einfach nur ‚Der Energieriese‘.“ Das schrieb RWE damals in seiner Pressemitteilung zum neuen Werbespot. Die Ähnlichkeit des Riesen mit dem beliebten Zeichen­trickhelden Shrek ist sicher kein Zufall und half dabei, das Umweltmonster RWE zu einem scheinbaren Öko-Knuddel-Riesen zu verwandeln. „Dem Energieriesen wird unterstellt, er sei nur ein Ungetüm, das kleinere Unternehmen schlucke und nichts für die Umwelt tue“, beschwert sich RWE in der Presseinformation.

Sehen wir uns doch mal den Werbespot an!
(Es öffnet sich ein weiteres Fenster mit dem Werbespot bei YouTube)

Übrigens: Zum Zeitpunkt der Ausstrahlung des Werbespots stammten gerade einmal 2% des RWE-Stroms aus erneuerbaren Energien. Nur 0,1 Prozent des RWE-Kraftwerkparks bestanden aus Windkraftanlagen und Gezeiten­kraft­werke gab es genau… null.
Wie sehr sich RWE um die Wartung seiner Strommasten kümmert, sah man vor ein paar Jahren, als etliche dieser altersschwachen Genossen im Winter umknickten.
RWE produzierte übrigens 170 Millionen Tonnen CO2. Das sind 20% der deutschen Gesamtmenge.

Ach ja: RWE besitzt übrigens 5 Atomkraftwerke. Haben Sie die im Spot gesehen?
Ich auch nicht.

RWE ist ein großartiges Beispiel für Greenwashing: Es wird einfach so getan, als ginge es RWE um den Umweltschutz, um die Gesundheit der Natur, der Menschen usw. – als würde man als Global Player auf dem Energiemarkt auch global für die Natur eintreten. Dabei geht‘s nur um‘s Image und damit ums Geld.

Im aktuellen Konzernbericht „Facts & Figures“ wird angegeben, dass noch immer 77% der RWE-Energie aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Hinzu kommen 8% aus Kernkraftwerken und 9% aus nicht weiter genannten Quellen. Übrig bleiben aktuell 7% aus Erneuerbaren. Für einen „Energie-Riesen“, der sich so toll um die Natur kümmert, ist das mehr als dürftig.

Aber es gibt noch viele weitere Beispiele: SHELL und BP hatten vor ein paar Jahren riesige Greenwashing-Kampagnen laufen. Die Message: Ölförderung und Umweltschutz sind keine Gegensätze, sondern durchaus mitenander vereinbar – durch den ökologischen Produktionsansatz der beiden Unter­nehmen.

Das hier ist das Ergebnis dieses ökologischen Produktionsansatzes:

Zwei Jahre nach dem Start dieser Greenwashing-Kampagne ereignete sich die verherende Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Und sie war keine Ausnahme. Unpassenderweise fielen einige der schlimmsten Umweltkatastrophen der Ölindustrie in die Zeit der Greenwashing-Kampagne.
(Nigerdelta, chinesische Hafenstadt Dalian, Öl-Sand-Steppe Kanadas)

Oder hier: Eines unserer Haupt-Standbeine ist der Textildruck. Deshalb kenne ich mich in diesem Bereich auch besonders gut aus.

Nach dem Brand in der Textilfabrik in Bangladesh vor ein paar Jahren war das Thema faire Kleidung sehr präsent in den Medien. Und scheinbar fragten tatsächlich immer wieder Menschen bei den bekannten Modemarken nach, wie fair ihre Kleidung denn sei. Denn plötzlich gruben sie alle irgendwelche Code of Conducts oder Zertifizierungen aus. Ein Code of Conduct ist quasi eine Art Firmenphilosophie, nur dass niemand Außenstehendes deren Einhaltung kontrolliert.

Ein Kunde wollte von uns ein ganz besonderes Hemd für seine Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Firmenlogo bedruckt haben. Wir erkundigten uns beim Hersteller nach Zertifizierungen. Die Kleidung sei nicht zertifiziert, aber dennoch fair, hieß es. Und man schickte uns den Code of Conduct, in dem es zum Beispiel zum Thema „Kinderarbeit“ heißt, dass die Näherinnen das schulpflichtige Alter überschritten haben müssten. Ich fragte den Hersteller, aus welchem Land denn das Hemd stamme. Und es stellte sich heraus, dass es in diesem Land gar keine Schulpflicht gibt.

Andere Firmen präsentieren Zertifikate, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Immer wieder beziehen sich die Zertifizierer auf die Gesetze des Landes, in dem produziert wird.

Das heißt: Die T-Shirt-Produktion in Bangladesh, Pakistan oder Thailand ist bereits dann „fair“, wenn die Gesetze in Bangladesh, Pakistan oder Thailand eingehalten werden.

Ich gehe verdammt noch mal davon aus, dass zumindest die Gesetze eingehalten werden! Dafür braucht es doch keine Zertifizierung!

Und: Was ist denn fair daran, wenn eine eventuell gar nicht existierende maximale Arbeitszeit nicht überschritten wird – weil sie nicht überschritten werden kann! Tatsächlich gibt es in Bangladesh einen Mindestlohn – aber doch haben die Näherinnen nur Hütten aus Wellblech und Sperrmüll. Laut dieser Zertifizierung hier wäre das ein faires Arbeitsverhältnis, denn der gesetzliche Mindestlohn wird ja gezahlt! Auch, wenn davon niemand menschenwürdig leben kann.

Und wer sich eben nicht etwas mehr mit diesem Thema auseinandersetzt und Dinge hinterfragt, wird verarscht.

Noch ein Beispiel gefällig?

Hühner auf einer Wiese. Das Federkleid ist voll und glänzt. Wahre Pracht­hennen sind das! Denen geht‘s gut! Oder?
Leider ist das nur ein Werbefoto. In diesem Fall eines der Firma Wiesengold für ihre bio-zertifizierten Freiland-Eier.

Das hier ist die Realität:

Das hier ist eine der Bio-Freiland-Hennen von Wiesengold, aufgenommen von der Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch im Rahmen einer Recherche. Und sie ist keine Ausnahme.
Angeblich stehen jeder Freiland-Henne 4 Quadratmeter zur Verfügung. Jeder einzelnen Henne. Aber eben nur draußen auf der Wiese. Wenn es kalt ist, wenn es regnet, wenn die Tiere krank sind (und das sind sie nahezu immer) bleiben die Tiere im Stall. Und dort gilt das Recht der Bodenhaltung: 9 Tiere pro Quadratmeter. So schnell schrumpft der Platz auf ein 36stel und das Industrieunternehmen spart sehr viel Zeit, Arbeit und damit auch Geld. Und das Beste: es ist legal.

Nur will das der Verbraucher natürlich nicht. Deshalb…

Heile Welt…

Fleischalternativen aus der Fleischfabrik
Sie haben es bestimmt schon mitbekommen: Die Schinkenspicker, das Flaggschiff aus dem Hause Rügenwalder, gibt‘s jetzt auch ohne Schinken. Eine vegetarische Schinkenspicker…

Überhaupt schaffte es die vegetarische und vegane Ernährung aus der Exoten-Ecke bis in die Mitte der Gesellschaft. Die Zahl der sogenannten Flexitarier, also der Menschen, die nun häufiger ein vegetarisches Gericht essen, aber auch die Zahl der festen Vegetarier und Veganer wächst seit etwa fünf Jahren rasanter als je zuvor. Immer mehr Supermärkte deckten sich mit vegetarischen und meist sogar veganen Fleischalternativen ein, stellten Sojamilch in die Regale…

Bei uns in Offenbach hatten wir in einem Supermarkt schon bald gut 8 Meter Stellfläche für Fleisch- und Wurst-Alternativen. Davon etwa 80% vegan. Darunter Produkte der veganen Firmen Tofutown, Topas und Alberts Tofuhaus (die jetzt purvegan heißen).

Doch dann erschienen plötzlich Produkte der Marke Vegetaria auf der Bildfläche:

Vegetaria sind zwar Fleischalternativen, allerdings solche des Schlacht­konzerns VION bzw. inzwischen solche des Fleisch­unternehmens Artland Con­ve­ni­ence. Den Platz für diese damals noch vegetarischen Produkte strichen die Märkte bei den veganen Produkten ein.

Und es folgten weitere:

“es schmeckt” wird produziert von der Heinrich Nölke GmbH & Co. KG, einer Fleischfabrik.

“Valess” mit seinen Fleischalternativen aus Milch wird produziert von der FrieslandCampina Cheese GmbH, einer Käsefabrik.

Der Hersteller der “Quorn”-Produkte gehörte erst zu einem Chemie­unter­neh­men, wurde dann verkauft an eines der größten Pharma­unter­neh­men. Heute gehört er der Exponent Private Equity und Inter­mediate Capital Group.

“Vegetaris” wird produziert von der Sieber GmbH, einer Fleischfabrik.

Seit dem Jahreswechsel 2014 / 2015 ist nun auch die Fleischfabrik Rü­gen­walder mit vegetarischen Fleischalternativen dabei:

Und wieder verschwinden dafür vegane Produkte.

Ok, Rügenwalder hat nun auch vegane Fleischalternativen angekündigt und seit neuestem gibt es vegane Wurst von Wiesenhof in den Supermärkten. Selbst Deutschlands größter Fleischproduzent Tönnies will künftig vegane Produkte auf den Markt bringen.

Aber wäre es denn nicht kritikwürdig, wenn die Produkte vegan sind? Oder gar förderungswürdig, wie auch einige Vegetarier und Veganer denken?

Kleiner Exkurs: Wie funktioniert der Handel?
Tante Emma mietet einen Laden an, kauft Regale, kauft die Waren, von denen sie glaubt, dass ihre Kunden sie kaufen möchten und stellt sie in diese Regale. Der Supermarkt hingegen mietet einen Laden an, kauft Regale und vermietet die Stellfläche. Das heißt: Der Hersteller bezahlt REWE, Edeka & Co. allein schon dafür, dass REWE, Edeka & Co. die Produkte überhaupt ins Sortiment aufnimmt.

Nun können Wiesenhof, Rügenwalder, Tönnies und wie sie alle heißen natürlich viel höhere Regalmieten zahlen, als Tofutown, Topas oder purvegan. Das einzige, was hier noch hilft, wäre der Boykott dieser Marken. Denn nur dann könnten die Unternehmen, die von Grund auf vegan sind, überleben.

„Aber jedes Tier, das bei Wiesenhof weniger stirbt, ist ein Erfolg!“, habe ich neulich bei Facebook gelesen.

Das ist absolut richtig. Aber der Kauf einer veganen Wiesenhof-Wurst hat nichts – aber auch wirklich absolut gar nichts – mit der Anzahl der geschlachteten Tiere zu tun.

Rügenwalder behauptet das auch selbst nicht. In der Presseinformation heißt es:

„Auch hierzulande reduzieren immer mehr Menschen bewusst ihren Fleisch- und Wurstkonsum oder streichen beides komplett von ihrem Speiseplan. Nicht verzichten möchten viele allerdings auf den besonderen Geschmack von Fleisch und Wurst. Die Rügenwalder Mühle nimmt diesen Wunsch ernst und bietet erstmals eine fleischfreie Alternative.“

Sehr ähnlich die Presseinformation von Wiesenhof:

„Wurst mal anders – mit seinem neuen Veggie-Sortiment trifft WIESENHOF genau den Geschmack der Verbraucher: Wurstgenuss ganz ohne Fleisch und auch ohne Hühnerei-Eiweiß. WIESENHOF präsentiert insgesamt zwei neue fleischlose Produkte in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die der steigenden Nachfrage nach Veggie-Produkten gerecht werden sollen. Mittlerweile ernähren sich laut Vegetarierbund ca. 10% der Deutschen vegetarisch und viele sog. Flexitarier möchten den eigenen Fleischkonsum reduzieren. Dafür suchen sie fleischlose Alternativen: Die Vegetarische Fleischwurst und die Vegetarische Mortadella auf Soja- und Erbseneiweiß-Basis genügen sogar den Ansprüchen von Veganern, da diese ganz ohne tierische Zutaten hergestellt werden.“

Sprechen sie von Tierschutz, von Tierrechten, von Ethik? Nein.

Sie sprechen davon, dass Vegetarier und Veganer inzwischen eine ernst­zu­nehmende Zielgruppe sind und man sich auf sie einstellen sollte.

Es geht diesen Konzernen nicht im Entferntesten darum, vom Blutvergießen wegzukommen. Es geht ihnen ausschließlich darum, ihre Umsätze und Gewinne weiter zu steigern. Und wenn die Deutschen weniger Fleisch essen, dann bringen sie eben vegane Produkte auf den Markt. Weniger Tiere züchten und schlachten werden sie deshalb noch lange nicht, denn sie können ja exportieren.

Wiesenhof ist das perfekte Beispiel dafür: Obwohl sie nun auch vegane Produkte auf den Markt werfen ist der Ausbau der eigenen Schlachthöfe in Lohne, Wietzen-Holte und Möckern in Planung, so dass anstatt 500.000 künftig 900.000 Hühner pro Tag getötet werden können. Und wer finanziert das mit? Der Verbraucher, der eigentlich gar keine Tiere töten will und die vegane Wiesenhof-Wurst kauft.

Noch einmal: Wer wirklich das Ziel verfolgt, dass weniger Tiere ausgebeutet und getötet werden, kauft vegane Produkte von veganen Unternehmen. Nicht die vder Fleisch- und Milchindustrie.

Und schon sind wir wieder am Anfang meines Vortrages angekommen: Wer hat hier die Macht?

Wir haben das Geld und wir entscheiden, was damit geschieht.

Was machen wir von voice-design?
Nun habe ich viel über andere gesprochen und das war nicht alles so wirklich positiv. Wie anfangs erwähnt bin ich selbst Unternehmer und arbeite sogar in der Werbung. Dabei sind Werbung und Marketing nicht gerade für ihre Ehrlichkeit bekannt. Es gehört zu ihren erklärten Aufgaben, Unternehmen von ihrer besten Seite zu zeigen. Und wo nötig wird diese beste Seite gern mal zurechtgebogen oder gänzlich erfunden.

Für unsere Kundinnen und Kunden versuche ich wirklich, das Beste rauszuholen. Für sie gebe ich alles. Allerdings arbeite ich auch nicht für jeden.

Das hier sind nur ein paar der Unternehmen, die bei uns bereits angefragt hatten und denen wir eine klare Absage erteilt haben:

Procter & Gamble wollte einige Tausend CDs als Weihnachtsgeschenk für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns produzieren lassen. Die Anfrage von Roche Pharma hat uns ganz besonders gewundert, stand doch zu dieser Zeit allein auf der Startseite an drei oder vier Stellen “vegan”. Bei RWE ging es um Poster. Von der Anfrage der rechtsradikalen Zeitung Deutsche Stimme erzähle ich immer wieder sehr gerne. Ich glaube, die haben unseren damaligen Slogan “ethisch bewusst. fair. preiswert.” missverstanden und dachten, wir seien “ethnisch bewusst”. Wir informierten die Presse über diesen skurrilen Vorfall, dass die Rechten bei einer linken Druckerei anfragen, und die nahm das Thema mit Kusshand. Ja, und selbst ein Fleischgroßhandel fragte bei uns an. Wollte Poloshirts bedruckt haben. Das sind wie gesagt nur ein paar Beispiele von vielen.

Gleicher Maßstab für alle
Auch ein Unternehmen der veganen Szene mussten wir aus unserer Kundenliste streichen, da es leider nicht so ethisch vorging, wie es immer vorgab. Da es sich Fairness und Umweltbewusstsein auf die Fahnen schrieb und schon mehrmals bio-faire Kleidung und Taschen für es gedruckt hatten, boten wir ihm Bio-Baumwolltaschen aus fairer Produktion an. Die waren ihm zu teuer. Wir sollen doch bitte 08/15-Taschen anbieten. Ich erklärte, dass unser Mindeststandard bei Textilien die faire Produktion ist und bot eine günstigere, dafür aber nicht so modern geschnittene Bio-Baumwolltasche aus fairer Produktion an. Wieder hieß es, ich solle eine nicht-faire Tasche anbieten. Ich erklärte noch einmal, dass das mit uns nicht zu machen sei und bot eine abermals günstigere Tasche an – dieses Mal aus konventioneller Baumwolle, aber weiterhin aus fairer Produktion. Wir erhielten den Auftrag nicht. Kurz darauf erfuhren wir, dass sie die Taschen bei einer anderen Druckerei bekommen haben. Weder bio noch fair, doch verkauft wurden sie als Bio-Fairtrade-Taschen.

Aus ethischer Sicht fielen diese Entscheidungen leicht. Aus unternehmerischer Sicht teilweise unglaublich schwer. Denn ich trage ja auch eine Verantwortung gegenüber meinem Team. Die monatlichen Kosten für Miete, Maschinen, Versicherungen und natürlich nicht zu vergessen: die bösen Kosten, also Löhne, sind enorm. Sich dann die Freiheit zu erlauben, Kunden aufgrund ethischer Bedenken abzulehnen, die einen hohen Umsatz und damit auch einen hohen Gewinn und finanzielle Sicherheit versprechen, ist… Manch ein Psychiater würde wohl sagen: „verrückt“. Aber ich habe dieses Unternehmen schließlich nicht aus Jux und Dollerei gegründet, sondern weil ich etwas bewegen möchte. Und weil ich eben nicht am Wochenende gegen die Unternehmen demonstrieren möchte, denen ich unter der Woche noch zu höheren Verkaufszahlen verholfen habe.

Veganer Produktionsprozess von A bis Z
Bestimmten Firmen die Zusammenarbeit zu verweigern ist ein Punkt. Aber es geht natürlich noch viel weiter. Wir produzieren mit echtem Ökostrom, drucken mit umweltfreundlichen Farben auf möglichst umweltfreundliche Materialien. Wo immer es möglich ist achten wir auch auf deren faire Herstellung. Wir sind Mitglied der Initiative Pro Recyclingpapier und der Umweltallianz Hessen. Selbst beim Versand der fertigen Waren haben wir noch optimiert und versenden seit einigen Jahren bewusst mit UPS, da dort die Arbeitsbedingungen die besten sind. Natürlich erfolgt der Versand klimaneutral und mit umweltfreundlichem Verpackungsmaterial.

Immer auf der Suche nach Alternativen
Wir sind auch immer wieder auf der Suche nach Alternativen zu um­welt­schäd­li­chen oder unveganen Produkten.

Beispiel Textildruck: Hier sind üblicherweise Klebstoffe mit tierlichen Be­standteilen, Gelatine und anderes mehr im Spiel. Wir haben es geschafft, für all das vegane Alternativen zu finden und können daher eine komplett vegane Produktion anbieten.

Oder hier: Transparente, die über Wochen und Monate im Außenbereich hängen, sind für gewöhnlich aus einer PVC-Plane gefertigt. Doch PVC ist hochgiftig für Mensch und Natur. Wir haben nach langer Suche ein Material aufgetan, welches nur einen Nachteil hat: Es ist steifer als PVC und deshalb nicht dafür geeignet, dass man es auf einer Demo vor sich herträgt.

Wenn wir die fertigen Produkte versenden müssen wir hin und wieder Hohlräume ausfüllen, damit das Produkt im Karton nicht hin und her fällt und ggfs. Schaden nimmt. Viele Unternehmen greifen hier auf Polysterol-Chips zurück. Nicht gerade umweltfreundlich. Wir hingegen nehmen Ver­packungs­chips aus gentechnik-freier Maisstärke, Wasser und veganer Lebens­mittel­farbe. Denn grün sieht der Chip gleich noch umweltfreundlicher aus, als er eh schon ist.

Wie gesagt: all unsere Produktionsprozesse sind vegan und wir versuchen stetig, sie immer umweltfreundlicher zu gestalten. Regelmäßig treiben wir die Hersteller unserer Farben, Klebstoffe, Papiere usw. in den Wahnsinn mit unseren detaillierten Anfragen. Aber da müssen die eben durch…

Arbeite an dir und sei ein Vorbild für andere
Wir alle bei voice-design leben unsere Überzeugung. Wenn wir in dieser Welt etwas verändern wollen, müssen wir eben auch selbst als Vorbild vorangehen. Und das gilt auch für Sie! Wenn Sie an sich arbeiten, sind Sie ein Vorbild für andere Menschen.

Und das Schöne ist: es funktioniert. Einige unserer Kundinnen und Kunden konnten wir bereits im ein oder anderen Bereich zum Nachdenken bewegen. Und nicht nur das: sie änderten auch etwas in ihrem Leben zum Guten und wurden dadurch selbst zum Vorbild für andere. Das gibt uns Kraft, weiter zu machen. Ich würde mich riesig freuen, wenn ich auch Sie ein bisschen inspirieren und zum Nachdenken gebracht hätte.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.