Rohstoffe:
Umweltschonende Farben

Druckfarben sind ein Industrieprodukt und können deshalb nicht den Anspruch auf das Kriterium “umweltfreundlich” erheben. Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, Umweltaspekte zu optimieren, um der Natur weniger Schaden zuzufügen. Die einfache Regel “Mineralöl in Farbe ist böse, Pflanzenöl ist gut” greift hier jedoch nicht.

Ökoanalysen von Druckobjekten zeigen, dass der Einfluss der Druckfarben auf die Umweltrelevanz des Druckes verschwindend gering ist. Dennoch wurden die wichtigsten Rohstoffklassen und Rezepturvarianten so genannten Öko­effizienzanalysen unterworfen. Anhaltspunkte für wesentliche Um­welt­defi­zite der Druckfarbenrezepturen ergaben sich hieraus nicht. Interessant ist, dass solche Untersuchungen Pflanzenöle nicht als „umweltfreundlicher“ als Mine­ral­öle einstufen. Ausschlaggebend hierbei ist der Energiebedarf der land­wirt­schaft­lichen Tätigkeiten und die Verwendung von Dünge- und Pflan­zen­schutz­mitteln.

Der Trockenoffsetdruck
Dennoch berücksichtigt K+E / Flint Group, Hersteller der von uns verwendeten Farben im wasserlosen Offsetdruck (Trockenoffsetdruck), Umweltaspekte in großem Maße. Zur Schonung von Ressourcen wird Wert darauf gelegt, dass ein hoher Anteil an nachwachsenden Rohstoffen direkt oder indirekt – als Aus­gangs­produkt für Harze oder Verdünnungsmittel – zum Einsatz kommt. Die rest­lichen Rohstoffe werden mit der Ausschussliste der EuPIA ab­gegli­chen, um sicher zu stellen, dass keine ge­fähr­li­chen Roh­stoffe ver­arbei­tet werden. Das Ziel: Druck­farben, die nach geltenden Vorschriften kennzeichnungsfrei ver­trieben werden können. Aus Mitverantwortung für die eingesetzten Rohstoffe prüft K+E bei der Qualifizierung seiner Rohstofflieferanten, ob ein anerkanntes System zur Op­ti­mie­rung von umweltrelevanten Auswirkungen besteht.

Jedes Druckobjekt wird irgendwann einmal nicht mehr benötigt. Im optimalen Fall wird es recycelt. Um dies möglichst aufwands- und energiearm zu ge­stal­ten, steht K+E seit Jahrzehnten in einem konstruktiven Dialog mit der Papier­indus­trie. Und sollte das Druckobjekt auf der Deponie oder der Kom­pos­tie­rungs­anlage landen, so sind Papier und auch Druckfarbe ausreichend bio­lo­gisch abbaubar.

Die Herstellung der Farben erfolgt in einer modernen Anlage, durch die der Energieverbrauch auf ein Minimum reduziert wurde. Produktionsbedingte Ab­fall­mengen konnten auf ein Mindestmaß reduziert werden und Emissionen in Luft, Wasser oder Erdreich treten nicht auf. Alle Betriebsabläufe werden regelmäßig nach den Vorgaben der „Umweltschutznorm“ ISO 14001 geprüft.

Da auch die Auswahl des Verpackungsmaterials Auswirkungen auf die Umwelt hat, werden die Farben entweder in Mehrweggebinden oder in Ein­weg­gebin­den, für die anerkannte Recyclingverfahren bestehen, vertrieben.

Der Siebdruck
Im Siebdruck werden Druck­farben der Firma Sericol ein­ge­setzt, die mit dem Um­welt­preis der bri­ti­schen Kö­ni­gin aus­ge­zeich­net wur­den. Sie schonen die Um­welt und wur­den als nicht ge­sund­heits­schäd­lich ein­­ge­­stuft (Zer­ti­fi­kat des Qua­li­täts­sys­tems ISO 9001), denn sie sind frei von Blei, Schwer­metal­len, flüs­si­gen Lö­sungs­mit­teln, umwelt­schäd­li­chen ben­zoi­den Koh­len­wasser­stof­fen und ozon­schädi­gen­den, repro­toxi­schen oder krebs­erzeu­gen­den Chemi­kalien. Sie tra­gen außer­dem das Zer­ti­fi­kat ISO 14001 für Um­welt­­manage­­ment. Auch in der Ver­ar­bei­tung sind diese Plastisol­farben im Gegen­satz zu den her­kömm­li­chen Druck­farben umwelt­freund­lich und nicht ge­sund­heits­schäd­lich.

Der Digitaldruck
Im Digitaldruck setzen wir die Originalfarben des Maschinenherstellers ein. Diese stel­len laut Sicher­heits­daten­blatt keine Ge­fahr für Ge­wässer dar und gel­ten als un­ge­fähr­lich für unsere Um­welt. Die lee­ren Farb­behäl­ter, in denen immer ge­ringe Farb­reste ver­bleiben, werden an den Her­stel­ler zurück­gesandt und in ei­genen Recy­cling­zentren recy­celt.

Frei von tierlichen Bestandteilen
Prinzipiell sind alle von uns verwendeten Farben frei von tier­lichen Be­stand­teilen.